29.03.2020

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"Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit sich zu besinnen"

"Whenever you find yourself on the side of the majority, it is time to pause and reflect."

Mark Twain

Beginnen wir den Tag mit "Einen hab ich noch, einen hab ich noch". Wollt ihr hunderte von Zitaten Mark Twains lesen, hier wäre der Link dazu: Quotes

Ich werde mich heute aus dem Thema "Corona und seine Hintergründe" bis mindestens Ende April verabschieden. Schauen wir einfach mal was bis dahin passiert ist. Wenn man sich zu sehr mit den Hintergründen beschäftigt kann man nur verrückt werden, weil ändern können wir trotzdem nichts. Wir haben unseren Alltag zu bestehen. Zwei unserer Kids sind in dieser Zeit wieder bei uns daheim eingezogen. Einer sitzt auf der Insel namens England und muss seine Auszeit auf ca. 12 qm verbringen. Vorgestern war der 4. Tag seiner Isolation und es gab die ersten Frustrationsanfälle. Hüben wie drüben, weil echte Hilfe können wir über das Telefon und sei es auch mit Bildübertragung nicht liefern, sondern nur Durchhalteparolen.

Trotzdem habe ich noch ein Video, das ich unbedingt verlinken muss. Ein Video das direkt von mir stammen könnte, es aber nicht tut. Der Protagonist allerdings spricht mir aus dem Herzen.

Gunnar Kaiser ist Schriftsteller und betreibt einen Youtube-Kanal. Seine Ausführungen sind äußerst interessant und laden zum Nachdenken ein. In der Beschreibung zum Video findet ihr auch unzählige Links zu weiteren Informationen. Bleibt in diesen Zeiten einfach aufmerksam. Ein letztes noch und dann höre ich erst einmal auf. Hier gebe ich euch einen Link zu einem Zeitungsbericht des Corriere de la sera. Macht euch einfach mal die Mühe und gebt den Text in den Google Translater ein. Wenn ihr die Übersetzung gelesen habt, erinnert euch daran der Zeitungsbericht ist aus dem Januar 2018. Noch Fragen?!?

Kommen wir zu unserer persönlichen Situation. Angefangen hat alles am 06. März mit einer Idee eines Countdowns bis zu unserem Urlaub am 30.04.2020 den wir im Südwesten der USA verbringen wollten. Ich gebe zu, nicht besonders phantasievoll, wollten wir ja schon wieder über den großen Teich in die USA fliegen. Aber die USA ist nun einmal das Land meiner Träume und meiner Sehnsucht. Ich kann es nicht einmal genau erklären. Schon als Kind gab es diesen Drang. Ich war fest davon überzeugt eines schönen Tages die USA als meine Heimat zu sehen. Das Leben hat mich dann allerdings eingeholt. Das Thema Auswandern war nicht mehr Priorität Nummer 1. Es gab genügend andere Themen mit denen man sich auseinandersetzten konnte. Was blieb war die Möglichkeit zumindest wenige Wochen im Jahr den American Way of Life zu erleben und zu leben. Nur 10 - 12 Flugstunden entfernt wartete er auf mich. Seit 1998 habe ich es geschafft jedes Jahr mindestens einmal in die USA einzureisen. Manchmal auch zweimal, ganz wenige Male auch dreimal. Diese Ära endet im Jahr 2020. Das komische an der Sache, ich bin nicht mal besonders traurig. Keine Ahnung warum, ich kann es nicht einmal erklären. Aber ihr kennt mich, ich versuche es trotzdem.

Zunächst zur Auflockerung ein Bild vom heutigen Tag.

Nennen wir das Bild: "Paradies für Wildschweine"

Wir sind froh nicht in Österreich zu wohnen. Dort darf nicht einmal zum Zwecke des Sports oder des Spazierengehens das Haus verlassen werden. Wenn man Abstand hält, sollte das doch kein Problem darstellen. Wie schon an einem der vorherigen Tage einmal erwähnt, gebe den Politiker Macht und sie werden versuchen diese bis zum Äußersten auszureizen und sei es noch so idiotisch.

Kommen wir zurück zu meiner nicht vorhandenen Traurigkeit. Bereits das Jahr 2016 habe ich nur schwer ertragen können. Die amerikanischen Vorwahlen ließen nichts gutes erahnen. Meine Tochter und ich waren zu unserer Father & Dottir - Tour im März in den Staaten und es liefen schon die ein oder anderen Wahlshows. Trump hatte gerade die Vorwahlen in Washington D.C. und Wyoming verloren und beschimpfte die Demonstranten als Müll. (Link)

Am Horizont war schon zu erkennen mit welchen Mitteln der zukünftige 45. die Wahl gewinnen will. Einschüchterung, Beschimpfungen, Rassismus sind nur einige der Attribute. Alles schwer zu ertragen. Aber das Land und seine Bewohner entschied sich für ihn und gegen Hillary. Was man ein Stück weit sogar verstehen konnte. Schließlich war auch Hillary nicht frei von Skandalen. Obwohl bereits das Thema Frauenfeindlichkeit und Rassismus eigentlich den 45. disqualifiziert hätten, egal wer der Gegenüber gewesen wäre. Aber gut, die USA sind ein freies Land und dürfen ja wählen wen sie wollen. Das die nächsten 4 Jahre allerdings schwer zu ertragen sein werden war aber klar erkennbar.

Aber ich sagte mir immer, was geht mich die Politik an. Ich liebe das Land, ich liebe die Landschaften und alles andere kann mich doch nicht vom Besuch abhalten. Ich habe damit ja nichts zu tun.

So einfach ist es dann aber nicht, wenn man 4 Jahre lang den 45. dabei beobachtet wie er hetzt, lügt und Handelskriege heraufbeschwört. American first ist seine Devise und immer mehr Länder wollen seinem Beispiel folgen. Great Britain first, Ungarn first, Polen first usw. usw. Wenn aber alle plötzlich nur noch an sich denken und meinen besser zu sein als alle anderen, wie lange ist dann noch der Schritt zur nächsten Auseinandersetzung, zum nächsten Streit und wie oft haben in der Geschichte Auseinandersetzungen und Streits zu Kriegen geführt? Eigentlich hätten wir in der EU über diese Phase hinweg sein sollen, aber auch hier erscheint es so, als wenn wir wieder in Kleinstaaterei zurückfallen. Auch dieses ist für mich schwer zu ertragen. Die größte Errungenschaft der EU in Form von Freizügigkeit von Menschen und Waren ist in Gefahr. Unser großer Bruder in Übersee schürt die Zwistigkeiten noch zusätzlich an und reibt sich insgeheim schon die Hände. Viele kleine schwache Staaten sind ihm als gegenüber allemal lieber als eine große starke EU.

Das alles wäre für mich noch als einmaliger Fehler einer verwirrten Wählerschaft durchgegangen, aber seine Fanboys hüben wie drüben des großen Teichs bleiben ihrem Idol treu. Er kann lügen und hetzen soviel er will, alles ganz egal. Er kann seinen Milliardärs Freunde riesige Steuervorteile zuschießen, auch egal. Er kann seine Unwissenheit öffentlich zur Schau stellen und seine Familie mit hohen Regierungsjobs versorgen. Alles ganz egal, er ist unantastbar. Er droht ausländischen Regierungen und verlangt von ihnen Gefälligkeiten. Er führt sich auf wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen. Trotzdem müssen wir immer noch damit rechnen, er wird wiedergewählt. Man fragt sich, wie kann das sein?

Ich habe einfach keine Lust mehr mich darüber aufzuregen. Ich brauche Abstand. Sollen die Amerikaner doch wählen wen sie wollen, was sie by the way ja sowieso tun und auch sollen. Sie müssen damit leben. Blöderweise wir aber auch. Die USA ist einfach zu wichtig im Konzert der Großen, als das wir von dieser Wahl nicht berührt werden würden.

Für mein eigenes Seelenheil ist es wichtig Abstand zu gewinnen. Genau deswegen war ich jetzt eigentlich gar nicht traurig, als die Entscheidung fiel nicht zu fliegen. Ganz so leicht fällt es mir dann aber doch nicht. Die letzten Tage kam auf irgendeinem Sender ein Bericht über die Wave und sonstige Secrets im Südwesten. Eine oder zwei kleine Tränen musste ich unterdrücken. Mir fehlt dieser Landstrich schon jetzt.

Kleiner Tipp: Die eigentliche Show beginnt bei 2:46

Die Abendshow des Crazy Horse Memorials hat jetzt nicht direkt etwas mit dem Südwesten zu tun. Trotzdem transportiert diese Show die Sehnsüchte und Träume die man mit der USA verbindet. Auch bei dieser Show habe ich schon das ein oder andere Male ein Tränchen vergossen. Das Thema emotionalisiert mich einfach. Sorry!

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