21.10.2020

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Mein Kommentar zur augenblicklichen Situation

Wir schreiben den 21. Oktober 2020. Am 06. März 2020 habe ich den ersten Eintrag in mein persönliches Corona-Tagebuch geschrieben. Deutschland hatte zu diesem Zeitpunkt 349 Testpositive. Die meisten davon in Bayern, Baden-Württemberg und mit weiten Abstand Nordrhein-Westfalen. Daran hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert. Nordrhein-Westfalen ist immer noch Spitzenreiter bei den absoluten Zahlen, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Die ostdeutschen Länder sind nach wie vor in den Statistiken unterrepräsentiert. Entweder machen sie irgendetwas besser oder es ist schlichtweg Zufall. Vielleicht testen sie auch einfach weniger, aber einigen wir uns darauf, irgendeinen Grund wird es schon geben.

Die Statistiken des RKI verwirren mich ein ums andere Mal. Immer am Dienstag wird im Tagesbericht des RKI eine Statistik veröffentlicht, die sich mit dem Thema Hospitalisierungen und Todesfälle im Verhältnis der Positivfälle beschäftigt. Von letzter Woche auf diese Woche gab es bis vor zur KW 11, also der 2. Woche der Erfassung dieser Statistik, Nachmeldungen. Diese summierten sich bei der absoluten Zahl der Fälle auf 1.707, bei den Hospitalisierungen auf 591 und bei den Todesfällen auf 211. Dies kann man leicht selbst nachprüfen und sicher gibt es dafür gute Gründe. Trotzdem wie kann es sein, dass sich jetzt im Oktober noch die Anzahl der Fälle für den März ändern? Wie kann es sein, dass man jetzt noch Tote für März nachmeldet und wie kann es sein, dass man jetzt noch Hospitalisierungen nachmeldet?

Auf niedrigem Niveau sinken die Verhältniszahlen weiter. Das ist das Ergebnis dieser RKI-Veröffentlichung. Wird das überall in den Medien als gute Nachricht gefeiert? Die Antwort lautet Nein!

Aber WARUM nicht?

Man könnte noch viel mehr Positives ins Spiel bringen. Es gibt neue Veröffentlichungen der WHO zu der IFR, also der Fallsterblichkeit. Diese liegt halt doch innerhalb einer mittelschweren Grippe und jetzt darf man das auch sagen, ohne gleich als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt zu werden. Wird das an die große Glocke gehängt? Nein!

Aber WARUM nicht?

Ursprünglich war der Aufhänger für alle Maßnahmen, wir dürfen unser Gesundheitssystem nicht überlasten. Deswegen brauchen wir Maßnahmen, deswegen gingen wir in den Lockdown. Obwohl die Überlastung des Gesundheitssystem niemals nur annähernd in Gefahr war, wird jetzt aktuell schon wieder mit Lockdowns gedroht. Die Folgen eines Lockdowns, sowohl für die Wirtschaft als auch für jeden Einzelnen bzgl. Psyche werden immer noch oder schon wieder bei den Entscheidungsträgern einfach ausgeblendet.

Hat es irgendeinen Einfluss auf die Entscheidungsträger, dass die WHO die Gefährlichkeit des Virus drastisch reduziert hat?

NEIN!

Hat es irgendeinen Einfluss auf die Entscheidungsträger, dass die Kliniken sowohl bei Hospitalisierungen als auch im Bereich der Intensivbettenbelegungen meilenweit von einer Überlastung entfernt sind?

NEIN!

Hat es irgendeinen Einfluss auf die Entscheidungsträger, dass die Verstorbenen-Fall-Rate lt. den Daten des RKI immer weiter sinkt und mittlerweile bei 0,13% angekommen ist?

NEIN!

Was also treibt die Entscheidungsträger an? Was ist ihr Ziel? Was ist ihre Intuition? Was wollen sie erreichen?

Das sind die Fragen, die ich mir mittlerweile immer öfter stelle und ich werde auch heute hier keine Antwort finden. Ich bin kein Freund von irgendwelchen Verschwörungstheorien a la alle Regierungen dieser Welt haben sich verschworen und wollen eine neue Weltordnung installieren. Was hätten sie davon, wenn die Wirtschaft kaputt geht? Irgendwer muss doch die Schulden wieder bezahlen. Von allein geht das nicht und ohne funktionierende Wirtschaft auch nicht. Aber vielleicht bin ich auch nur zu naiv, um zu kapieren, hier geht es im Moment um das Ganze, ums Endspiel.

Gehen wir aber einmal davon aus, bei diesen Thesen geht nur die Fantasie bei den Betreffenden auf eine Achterbahnfahrt und an diesen Thesen ist nichts dran. Bleibt trotzdem die Frage offen des Warums und wie kommen wir wieder aus dieser Situation heraus. Wie kann die Lösung aussehen?

Natürlich kann ich mich noch einmal, wie schon im März, versuchen eine oder mehrere Lösungen hier zu präsentieren. Vielleicht entspricht eine oder eine Mischform der Alternativen der Wahrheit. Probieren wir es doch spaßeshalber einmal aus.

Zukunftsvorhersage: In den Zeitungen gibt es immer mehr Berichte über das Schwedenmodell. Schweden hat es geschafft ohne Lockdowns und ohne Masken, durch die Krise zu manövrieren. Das Ziel Schwedens ist eine Herdenimmunität. Diese wird nach wie vor bei uns in Frage gestellt. Dieser Weg kommt für Deutschland nicht in Frage, weil es lt. Söder ethisch nicht vertretbar ist. Ethisch vertretbar sind zwar Lockdowns auch nicht, aber das ficht ihn nicht an. Er referiert nach wie vor episch über Vorsicht und Wachsamkeit, droht aber gleichzeitig mit der Mutter aller Maßnahmen, dem totalen Lockdown. Wollt ihr den totalen Lockdown? Viele, noch sind es viel zu viele, würden mit Ja antworten. Wieso, weshalb, warum? Darauf finde ich auch nach vielem und intensiven Nachdenken keine Antwort.

Trotzdem die grundlegende Meinung, auch in den Mainstreammedien beginnt sich zu drehen. Die Zahl der Menschen, die zu 100% hinter den Maßnahmen der Regierungen stehen, bröckelt. Jetzt im Oktober ist es noch überschaubar und vielleicht wird deren Anzahl auch von den Regierungen noch nicht wahrgenommen. Aber sie steuern dagegen. Ab dem 15. Oktober stehen Schnelltests zur Verfügung. Die Anzahl der Tests kann dadurch noch einmal massiv erhöht werden. Gleichzeitig steigt zwar auch die Fehleranfälligkeit, aber das wird nur am Rande erwähnt. Ob dem auch in den Statistiken Rechnung getragen wird, indem wie vom RKI veröffentlicht in seiner Abhandlung über die Teststrategie, jeder positive Schnelltest über einen PCR-Test bestätigt werden muss, wird sich erst noch zeigen. Das RKI hat dies schon einmal einschränkend nur für die Fälle vorgeschrieben, bei denen die Quarantäne ernsthafte Probleme bereiten würde. Was dies bedeutet, sei einmal dahingestellt.

Es werden wieder Experten in den Medien vorgeschickt, die die Situation immer drastischer und drastischer beschreiben. Bis zu 50.000 Neuinfektionen pro Tag an Weihnachten werden wir haben, wenn wir jetzt nicht dagegen ansteuern oder wahlweise bis zu 50.000 Tote. Dies hat Hr. Lauterbach tatsächlich gesagt. Das aber nur nebenbei. Selbst das RKI hält dies für ein völlig unrealistisches Szenario.

Man kann also sagen, je mehr auf der einen Seite die Mainstreammedien die Maßnahmen kritisieren, um so mehr werden auf der anderen Seite die Folgen, die eine Nichtbeachtung dieser Maßnahmen haben könnte, dramatisiert. In dieser Phase werden wir meiner Meinung nach noch mindestens bis Mitte bzw. Ende November verharren. Allerdings wird auch den Regierenden klar sein, wenn sie immer weiter überdrehen, wird das gemeine Volk ihnen in der Mehrzahl bald nicht mehr folgen. Im Moment haben sie das noch weitestgehend im Griff, aber die Gefahr für die Regierungen wächst mit jedem Tag. Dies würde mich zur Schlussfolgerung bringen, man kann die Coronakrise auf diesem Niveau nicht mehr lange halten. Es muss entweder zu einer schnellen Lösung kommen. Das wäre der Weg Nr. 1.

Dieser Weg Nr. 1 könnte die Zulassung eines Impfstoffes sein. Gerüchte zufolge soll eventuell schon im Dezember eine Schnellzulassung geplant werden. Man könnte dann schnell anfangen die Risikogruppen zu impfen. Dann hätte man einen Grund die Maßnahmen etwas zu lockern und die allgemeine angespannte Situation würde sich langsam etwas entspannen. Dazu wäre es auch möglich die Testanzahl zu reduzieren. Trotzdem würde es aus meiner Sicht bis März bzw. April 21 dauern, bis man die Daumenschrauben wirklich lockerer lässt. Dies könnte man dann auch ohne Risiko machen, denn die Zeit der Coronaviren geht bekanntlich im April zu Ende und die Zahlen werden dann wieder in den Keller gehen, v.a. wenn dies durch Testreduzierungen flankiert wird. Wahlweise ist dieser Weg auch noch der mögliche Weg, wenn die Impfung erst im Januar, Februar oder März kommen sollte.

Nicht völlig unwahrscheinlich ist aber auch Weg Nr. 2, ein Strategiewechsel. Auch dieser wird zusehends in den Medien gefordert und von Experten beschrieben. Dieser Strategiewechsel beinhaltet ein dauerhaftes Leben mit dem Virus und das Einstellen auf dessen Verbleib in der Zukunft. Man fordert nicht nur die absoluten Zahlen zu betrachten, sondern auch die tatsächlichen Kranken zu zählen und die Hospitalisierungen und Sterberaten zu berücksichtigen. Dann könnte man die Maßnahmen stückweise zurückfahren, je nach Lage der Infektionen. Wobei tatsächliche Infektionen gemeint sind und nicht Testpositive. In diesem Fall wäre die Impfung nur ein kleiner Baustein und auch nur für die Risikogruppen notwendig. Die Erkenntnis, eine Impfung birgt keinen 100% Schutz, ist dabei bereits bis zu den Experten durchgedrungen. Auch dieser Strategiewechsel ist frühestens bis in das Frühjahr, also April 21 vollzogen. Bis dahin befürchte ich, wird man auch von Seiten der Politik nicht nachgeben die Gefährlichkeit des Virus immer und immer wieder zu betonen. Letztendlich würde auch hierbei der natürliche Rhythmus der Coronaviren helfen.

Allerdings und das muss man bei beiden Wegen in Betracht ziehen, es könnte auch eine sehr viel schnellere Beendigung der aktuellen Situation geben. Wobei auch dies wird auf keinen Fall vor Jahresende sein. Auf was beruht eigentlich die ganze Krise? Sie beruht auf einem Test bzw. genauer gesagt, auf einem Testverfahren. Dieses Testverfahren war nie dazu gedacht Infektionen zu finden und wird dazu im Moment nur missbraucht. Noch dazu ist dieser Test kein Schwangerschaftstest. Ich will damit sagen, er gibt nicht einfach nur Ja oder Nein an. Entweder man ist schwanger oder man ist es nicht. Beim Corona PCR-Test ist dies nicht so leicht zu sagen. Wie Dr. Drosten selbst zugegeben hat, ist das Ergebnis von vielen Faktoren abhängig. Es gibt keine Standardisierungen bei Laboren, es gibt keine Standardisierungen bei cT-Werten und es gibt keine Standardisierungen bei der Frage, wie viele Virenschnipsel muss ich eigentlich finden. Diese Nicht-Standardisierungen erklären dann auch die unterschiedlichen Fallzahlen in den verschiedensten Ländern. Warum sollte das gleiche Virus, wenn es denn das gleiche Virus ist, in Spanien oder Frankreich andere Fallzahlen hergeben als in Deutschland? Dies kann nur durch die Interpretation der Ergebnisse passieren. In Belgien und auch in Teilen der USA wurden sogar Verdachtsfälle einfach als positiv gemeldet, ganz ohne Test. Auf diesem Test beruht also die ganze Krise. Wie Dr. Wodarg schon im März sagte, gebe es keinen Test würde es auch keine Krise geben. Um die Krise zu beendigen und das schnell und sofort, müsste man nur den Test angreifen. Genau das wird im Moment gemacht. Es laufen die Vorbereitungen zu einer gigantischen Sammelklage. Die Vorbereitungen für eine solche Klage sind immens umfangreich und werden deshalb auch bis zur Einreichung der tatsächlichen Klageschrift noch etwas dauern, aber sie wird kommen und sie wird und kann ein Gamechanger sein.

Das Interview ist lange, aber es lohnt sich. Die Sammelklage ist vielleicht die Chance die Krise bis Weihnachten zu beenden. Ich gebe zu, ganz zuversichtlich bin ich dabei nicht. Weg Nr. 1 erscheint mir als die schlüssigste und wahrscheinlichste Variante, schon weil dabei die Politiker ihr Gesicht nicht verlieren und immer darauf hinweisen können, wie sicher und souverän sie uns durch die Pandemie geführt haben. Man darf schließlich nicht vergessen, es ist nächstes Jahr auch noch Wahlkampf. Der ist im Übrigen im Moment in den USA auch noch. Wer dort gewinnen wird, ist nicht absehbar. Wenn es nach deutschen Zeitungen geht, dem deutschen Mainstream dann wird und muss das Biden sein. Ich bin mir da nicht sicher, ob die Amerikaner das genauso sehen. Eigentlich dürfte doch Trump überhaupt keine Chance haben, aber vielleicht ist genau dies die Chance für ihn. Mittlerweile ist es mir auch schon egal wer drüben gewinnt. Eine wirkliche Änderung der Politik in den USA sehe ich weder mit Biden und schon gar nicht mit Trump. Ich würde trotzdem Biden wählen, schon weil mir der Rassismus des Herrn Trump gehörig auf den Zeiger geht. Mit Biden würde vielleicht auch die Tonlage national und international wieder etwas sanfter werden und man muss nicht gleich immer mit dem Säbel zwischen den Zähnen verhandeln. Nicht von der Hand zu weisen ist aus meiner Sicht auch die Tatsache, dass die Demokraten in den USA die Pandemie durchaus genutzt haben, um dem Wahlkämpfer Trump zu schaden. Sie lasten Trump die Hauptschuld an der Situation in den USA an. Wobei die Demokraten mindestens genau so viel Schuld haben wie der Präsident, sind doch die Haupt-Hot-Spots wie New York oder Kalifornien fest in demokratischer Hand. Die Hoffnung wäre, dass durch die Beendigung des Wahlkampfes und dem „richtigen“ Sieger die Coronakrise in den Wochen danach auf wunderbare Weise eine Entspannung erfahren würde. Grundlage ist hierbei wieder der PCR-Test. Denn durch seine Nicht-Standardisierung ist er schön einfach manipulierbar. Die Zahlen könnten wieder sinken und gleichzeitig würde es eine Entspannung dadurch auch weltweit geben. Nach wie vor ist die USA der Hotspot der Welt und das nicht etwa, weil die USA die meisten Tests pro Einwohner macht, wie Trump gerne behauptet. Wobei er behauptet sie machen insgesamt die meisten Tests, damit hat er sogar fast Recht. Nur die Chinesen testen absolut mehr als die USA. Aber hier zeigt sich wieder einmal für eine Vergleichbarkeit muss man einen gemeinsamen Nenner finden und das wäre hierbei die Einwohnerzahl. Dadurch ist die USA weltweit nur die Nr. 19 bei der Anzahl der Tests. Deutschland z.B. nur die Nr. 39. Zum Vergleich England ist die Nr. 18. Die Nr. 1 in dieser Kategorie sind die Färöer-Inseln. Gefolgt von diversen weiteren Kleinstaaten.

Die WHO stand bis vor einigen Tagen generell im Verdacht der Treiber der Pandemie zu sein. Das sind sie ohne Frage auch gewesen. Allerdings scheint es so, als wenn sie im Moment ihre generelle Sichtweise etwas ändern würden. Wie nachhaltig dies ist, wird sich noch zeigen. Wie eingangs erwähnt wird die Fallsterblichkeit von der WHO als unter 0,2% angesehen. Dr. Ioannidis von der Stanford University hat dies im Rahmen einer Metastudie festgestellt. Weiter hat die WHO die Staaten aufgefordert auf das Mittel der Lockdowns zu verzichten und hat die stark steigende Armut in der dritten Welt und den ansteigenden Anteil von Hungertoten bei Kindern angeprangert. Warum aber v.a. die Staaten Europas plötzlich vollkommen konträr zu den Aussagen der WHO handeln, bleibt ihr Geheimnis. Bisher hatte man so schön einen Schulterschluss und rannte in die gleiche Richtung. Jetzt plötzlich differiert dies auseinander. Ich bin gespannt wie lange dies anhalten wird und ob sich die Staaten wieder an die WHO anlehnen werden. Prognosen diesbezüglich kann ich keine abgeben. Nichts ist mehr vorhersehbar.

Söder z.B. bleibt bei seinem Schweden-Bashing. Auch wenn man ihm dies 20x vorrechnen kann. Gerade hat er das auf einer Pressekonferenz am 21.10.2020 wiederholt. Egal was die WHO darüber denkt. Da wankt er nicht. Schweden versucht eine Durchseuchung und hat seine Alten geopfert. Das ist sein Mantra, welches er vor sich herträgt. Dass das Jahr 2020 in Schweden nur das 6 tödlichste in diesem Jahrzehnt ist.

Geschenkt.

Dass im Jahr 2020 der durchschnittliche Coronatote in Schweden 86 Jahre alt ist.

Na und?

Dass die Todesstatistik der Coronatoten so wunderbar korreliert mit der normalen Sterbestatistik weltweit.

Was soll das schon beweisen?

Wenn jemand so beratungsresistent ist wie Meister Söder, dann wird es eben schwierig Vorhersagen zu treffen, v.a. wenn es um die Zukunft geht. Vielleicht weiß er aber auch mittlerweile, dass die Coronakrise sein weiteres politisches Schicksal wesentlich beeinflussen wird. Hält er die Panik aufrecht und kann dies auch den anderen Bundesländern vorschreiben, dann wird es ohne ihn und seiner Zustimmung keine Nominierung eines CDU-Bundeskanzlerkandidaten geben. Fällt allerdings diese Strategie in sich zusammen, dann kann das generell auf seine Karriere Auswirkungen haben und keine schönen. Da er das weiß wird er, so zumindest meine Befürchtung, bis zum letzten Hemd um die Deutungshoheit dieser Krise kämpfen und nicht wanken, in keine Richtung. Natürlich vergisst er auch nicht wieder mit einem Total-Lockdown zu drohen. Es scheint ihm irgendwie Spaß zu machen. Der Mann hat die Rolle seines Lebens gefunden.

Irgendwie dreht sich alles im Kreis und doch gibt es Hoffnung für uns alle, die Krise bald oder zumindest in absehbarer Zeit hinter uns zu lassen. Richter und Gerichte wachen langsam auf, die Opposition findet langsam wieder ihre kritischen Stimmen und immer mehr Menschen begutachten die Politik und ihre Maßnahmen mit einer Portion Ungläubigkeit, ja fast schon Verzweiflung. Ob dies alles ausreichen wird kann niemand sagen, aber es bewegt sich etwas.

Grundsätzlich geht es gar nicht darum den Virus in irgendeiner Form zu bagatellisieren. Es geht aus meiner Sicht darum ihn einzuordnen, und zwar in all die Grippesaisonen der vergangenen Jahre.

Natürlich ist diese Zusammenstellung nur auf Grundlage von Übersterblichkeiten entstanden. Übersterblichkeiten denen man dann das Etikett Grippetote angeheftet hat. Aber es wurde halt nie in dem Umfang wie jetzt auf Corona auf Influenza getestet. Spannend bleiben die Zahlen trotzdem, weil die Corona-Pandemie eben nur an Platz 11 der schlimmsten Pandemien steht und bei den 10 vorangegangenen nie, auch nur im Ansatz über solche Maßnahmen wie sie jetzt vollzogen werden, nachgedacht wurde.

Haben sich die Regierungsvertreter der Länder und des Bundes nur einmal darüber Gedanken gemacht, ob es Alternativen gegeben habe? Haben sie sich darüber Gedanken gemacht, wie die Kollateralschäden aussehen? Haben sie sich ein komplettes Bild geben lassen und sich von Experten der verschiedensten Fachrichtungen und der verschiedensten Meinungen beraten lassen?

Leider sieht es so aus, als wenn sie das nicht getan hätten. Es sieht so aus, als wenn sie aus Angst und Getriebenheit Entscheidungen gefällt haben, die sie jetzt nicht mehr rückgängig machen können. Wir müssen so schnell wie möglich aus dem Krisenmodus herausfinden und einen Weg aufzeichnen, der uns allen unsere Freiheiten zurückgibt. Wenn man liest das 4.5 Mio. Menschen in Deutschland in Kurzarbeit sind und bei der Finanzkrise nur max. 1.6 Mio. Menschen, dann kann man ein wenig vorausblicken, was noch auf Deutschland und die Welt zurollt. Ich will mein Leben wieder zurück, das gebe ich offen zu. Das Leben besteht grundsätzlich aus Risiko. Es muss eine Risikoabschätzung geben, zwischen Leben und Schutz. Wir alle müssen darum kämpfen, dass wir unser Leben wieder zurückbekommen. Der SARS-CoV-2 Virus ist nicht gefährlicher als ein Grippevirus es in der Vergangenheit auch schon war. Auch daran sind Menschen gestorben, aber es wurden nicht alle in Sippenhaft deswegen genommen. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit einer Abwägung der Risiken. Jedem bleibt es doch überlassen, sich und andere zu schützen. Jeder darf sich doch isolieren, wenn er das will. Es müssen sich doch deswegen nicht alle Menschen dem Leben verschließen. Jedes Leben auf diesem Planeten endet irgendwann mit dem Tod. Welchen Wert hat ein Leben noch, wenn man keine sozialen Kontakte mehr pflegen darf. Wenn man niemand mehr sehen darf. Wenn man nur noch mit Tuch im Gesicht herumlaufen darf. Wenn man sich nicht mehr die Welt ansehen darf. Wenn man keine fremden Kulturen mehr erleben darf. Keine Naturschönheiten dieser Welt mehr besuchen darf. Wenn das Leben nur noch aus Arbeiten und Schlafen besteht. Warum will ich dann überhaupt noch leben? Dieser Virus ist nicht Ebola. Dieser Virus rafft uns nicht alle dahin. Im Gegenteil über 99.46% der Menschen haben bis zum heutigen Tag keinen Kontakt mit diesem Virus gehabt.

99.46%

Wie kommt man auf so eine Zahl? Ganz einfach wir haben heute ca. 41 Millionen Testpositive auf der Welt, bei einer Gesamtbevölkerung von 7.65 Milliarden. So einfach kann es sein und auch hier hilft es wieder Zahlen in ein Verhältnis zu bringen. Insgesamt haben 0,54% der Menschen eben Kontakt mit SARS-CoV-2 bis zum heutigen Tag gehabt. Lasst euch das auf der Zunge zergehen.

0,54%

Selbst in Deutschland sieht die Lage nicht viel anders aus, um nicht zu sagen, exakt ganz genauso. Heruntergebrochen auf Deutschland das gleiche Bild. 99.54 % haben noch nichts mit dem SARS-Virus zu tun habt. Testpositiv waren ganze 0,46%.

Was will uns der Künstler damit sagen? Das Risiko ist überschaubar und kalkulierbar. Ich brauche keinen Politiker, der mir sagt, wen und was ich schützen soll. Wenn ich krank bin, dann begebe ich mich in Selbstquarantäne. So wie man das schon zu allen Zeiten gemacht hat. Dann besuche ich keine Menschen und verteile meine Viren und Bazillen überall. Der Einwand, der dann oft kommt, aber man ist doch schon ansteckend, auch wenn man selbst noch gar nichts merkt. Das ist zwar richtig, aber wie groß ist denn die Gefahr dabei wirklich. Die Gesamtwahrscheinlichkeit jemand tatsächlich anzustecken, wurde von Prof. Streeck bei seiner Heinsberg Studie im häuslichen Umfeld auf 43% beziffert und im Freien auf 18%. Ganz ohne Risiko wird es halt nicht gehen, aber es bleibt eine Abwägungssache. Wegen diesem geringen Gesamtrisiko gleich unser komplettes Leben und die komplette Wirtschaft zu zerstören, finde ich persönlich etwas zu heftig. Ich wünsche mir, dass eine neue Bewertung der Situation stattfindet und wir wieder anfangen dürfen zu leben.

Die psychischen Schäden, die das ganze verursacht hat, sind bei all den Betrachtungen noch gar nicht berücksichtigt. Verhältnismäßigkeit sieht definitiv anders aus. Liebe Politiker im In- und Ausland. Fangt endlich an euren Eid, Schaden von eurem Volk abzuwenden, anzuwenden. Dafür wurdet ihr gewählt.

Dafür und für nichts anderes.

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