Nach dem Aufstehen erwartete uns schon ein wunderbarer Blick in Richtung Wedge Overlook. Meine leichte Erkältung war nicht schlimmer geworden, ich hatte gut geschlafen und wir starteten den Tag. Durch den Canyon hindurch auf mitunter tatsächlich asphaltierten Straßen ging es in Richtung des kleinen Grand Canyons. Eine Fahrt die durchaus lohnenswert ist. Ein kleinen Abstecher haben wir noch zu den Hamburger Rocks gemacht und sind dann schnurstracks in Richtung Moab gedüst. Meine Wunschheimat wartete. Mittlerweile muss man leider Platzkarten für den Arches Nationalpark ziehen, was soviel heißt wie, man muss im Internet eine Zeit buchen in der man einfahren darf. Am Tag selbst noch so eine Zeit zu buchen, weil man nicht genau weiß bis wann man dort ist, blieb aussichtslos. Gott sei Dank darf man ab 4 pm ohne diese Reservierung in den Park hinein und so haben wir uns diese Variante herausgesucht. Auch für den folgenden Tag bekamen wir dann keine Reservierung hin und wir entschieden uns vor 7 am zum Sonnenaufgang einzufahren und zum Delicate Arch zu wandern. Einfach wunderbar, immer wieder. Ein Tag zum Verlieben in diese wunderschöne Gegend.
Freitag, 02.06.2023 und Samstag, 03.06.2023
Das Besondere an den Tagen
Natürlich die Landschaft, die Gegend, die Menschen, hier fühle ich mich einfach wohl. Da kann ich nichts dagegen machen, dass ist sowas wie meine zweite Heimat und die beiden Tagen haben das wieder einmal eindrucksvoll vermittelt. Das Ereignis des Tages fand auf dem Weg zum Wedge Overlook statt. Ein Motorradfahrer kam uns entgegen und blieb kurz vor uns stehen um sich umzuschauen. Hier in der Einsamkeit bleibt man natürlich stehen und fragt nach, ob alles in Ordnung ist. Er meinte nur, sein Kollege wäre auf seinem Bike hinter ihm gewesen und er hätte gerade gemerkt, er wäre nicht mehr da. Die Straße die man entlang blicken konnte, war leer. Wir quatschten ein wenig, aber sein Freund kam nicht. Er drehte rum um nach ihm zu suchen. Er war natürlich viel schneller als wir unterwegs und fuhr uns davon. Hinter einer Kuppe dann sahen wir die Bescherung. Sein Freund hatte eine Kurve auf der Schotterstraße nicht bekommen und war mit seinem Motorrad in die Büsche gefahren. Dabei hatte er sich offensichtlich am Bein verletzt. Wir blieben stehen und versuchten gemeinsam das Motorrad wieder auf die Straße zu wuchten. Gut das wir zu dritt schieben konnten. Der tiefe Sand, der Abhang und das schwere Motorrad hätten die beiden Männer niemals alleine wieder auf die Straße gebracht. Trotz Verletzung konnte der Verunglückte weiterfahren. Sie wollten zum nächsten Krankenhaus und dort nachschauen lassen. Unsere Hilfe wollten sie dabei nicht in Anspruch nehmen. Sie waren von hier und deshalb dachten wir uns dabei nichts. Sie fuhren wieder von dannen. Der Verunglückte jetzt wahrscheinlich deutlich langsamer. Übrigens die beiden waren mit Sicherheit bereits zwischen 65 und 70 Jahre alt. Also durchaus schon alte Haudegen.